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Zerbrechlich – und der lange Fall zurück zur Erde
Wer C.S. Lewis als Kind (vor-)gelesen (bekommen) hat, der sehnte sich sicherlich bei winterlichem Schneefall nach der gemütlichen Teestube des Faunen Tumnus, nach brüderlicher Einigkeit wie Lucy, Susan und Peter oder nach den honig-roten Sonnenuntergängen, die man nur auf den Fahrten mit der Morgenröte genießen kann. Wie schafft dies C.S. Lewis? In einem Vortrag unseres neuesten Dozenten Jan-Carsten Schnurr über “Wahrheit” im Fach “Apologetik”, bemerkte dieser, dass C.S. Lewis in allen seinen Werken (die trotz der Tiefe immer noch Kinderbücher bleiben!) seinen Schwerpunkt auf die Sehnsucht legt. Sehnsucht ist nach Schnurr das tragende Moment von Lewis’ Wahrheitsfindung, – die Sehnsucht in den Westen zu fahren, bis ans Ende der Welt; die Sehnsucht endlich Aslan zu sehen, am Ende der Zeit; die Sehnsucht aus dem Königspalast der Hauptstadt Narnias’ aus, übers Meer zu schauen …
Dieser Vortrag hat mich neben der erfrischenden Redundanz des Dozentens, insbesondere dadurch getroffen, da ich der These vollkommen zustimmen konnte. Doch, warum trafen mich die Worte des Lewis stärker, als die des Tadd Williams, oder David Eddings? Jeder Autor berührt uns anders, natürlich auch je nach Moment und Situation abzuschätzen, in der wir seine Worte lesen. Dies fällt mir besonders und stärker noch als bei Büchern, in der Welt der Musik auf. So wie ich einmal schrieb: “Meine Seele atmet Musik”, oder? Da verbindet man besondere Momente mit einzigartigen Liedern, oder Eindrücke und Gefühle mit einer bestimmten CD.
Im – ich denke – Jahr 2000 wurde ich durch meinen Bruder mit Jars of Clay in Berührung gebracht. Damals mit “Much Afraid“, das bis heute noch mein Lieblingsalbum ist. Seit Ende April ist jetzt das neueste Album von JoC draußen: The long fall back to earth.
(aufgrund einer Security-Bestimmung kann man den Rotator nicht direkt von der jars-of-clay Homepage einbinden. In besserer Quali findet man ihn mit der Musik auf www.jarsofclay.com)
Das neue Album mit 14 vollen Tracks überraschte mich zuerst mit dem Anklang an 80ziger Beats und den nicht noch so vollen Soundteppich, wie etwa bei “Good Monsters”. Textlich passt sich Tlfbte wieder an die ersten CDs, wie “Much Afraid” oder “If I left the zoo” an und begeisterte mich damit sehr. Boy – Lesson one stach dabei heraus und erinnerte mich an “Frail”:
Lesson one – do not hide
Lesson two – there are right ways to fight
And if you have questions
We can talk through the night
So you know who you are
And you know what you want
I’ve been where you’re going
And it’s not that far
it’s too far to walk
But you don’t have to run
you’ll get there in time
Lesson three – you’re not alone
Not since I saw you start breathing on your own
You can leave, you can run, this
will still be your home
So you know who you are
And you know what you want
I’ve been where you’re going
And it’s not that far
it’s too far to walk
But you don’t have to run
you’ll get there in time
Get there in time
In time, to wonder where the days have gone
In time, to be old enough to
wish that you were young
When good things are unraveling,
bad things come undone
You weather love and lose your innocence
There will be liars and
thieves who take from you
Not to undermine the consequence
But you are not what you do
And when you need it most
I have a hundred reasons why I love you
If you weather love and lose your innocence
Just remember – lesson one
Ich möchte euch einfach mal ermutigen, sich die Musik reinzuziehen. Genug Previews gibts bei amazon.com – die kompletten Alben auf youtube.com oder imeem.com.
Vom Semester und Frohstern
Das Semester hat gerade erst wieder begonnen und es kommt mir vor, als wären im Fegefeuer wieder 1.000 Jahre vergangen. Neben Hermeneutik, NT-Zeigeschichte (bei Armin Baum), Ethik II und Apologetik (Stephan Holthaus) und dem absoluten Renner Hebräisch II (H. v. Siebenthal) gibt es dieses Jahr noch Systematische-Theologie im Proseminar (Berthold Schwarz) und unter demselben Stern steht auch Philosophie und Geistesgeschichte (Edith Düsing). Mit “unter demselben Stern” meine ich übrigens nur, dass Philo-Geistesg. auch zum Hauptfach der ST (Systematischen Theologie) gehört und nicht, dass beide Lehrveranstaltungen sich gleichen würden (einer Wertung enthalte ich mich jedoch an dieser Stelle
)
Apropo Stern: Der Beitrags-Titel behandelt keinen “Frohstern” im Sinne eines glücklichen Sternes, sondern einer Wortschöpfung, die mich auf einer Werbeschaltfläche anlächelte: Frohstern! (also Frohe Ostern!) Ostern liegt jetzt ja schon etwas hinter uns, aber die Botschaft ist jedoch immer noch die “gleichste” Nachricht, wie damals: “DER HERR IST AUFERSTANDEN!”.
Über Ostern war ich mit Kommilitonen und Dozenten der FTH auf der mission-net Konferenz in Oldenburg. 6 Tage lang haben wir dort die FTH vorgestellt, neue Leute kennengerlernt, viel Spaß gehabt und allerhand mehr. Auf der Mission-Net habe ich dann auch selbst ein paar Jobangebote (z.B. Allianz-Mission) bekommen, was mich sehr gefreut hat. Doch erstmal muss die FTH zuende, und die Charakterschule fertig gemacht werden, hahaha
Bilder von dem Event in Oldenburg könnt ihr auszugsweise HIER sehen.
Dank der Copyright-Bestimmung bei Youtube hat das Video jetzt keinen Sound mehr … trotzdem wenigstens die Bilder
Das letzte Wochenende war ich in Ahrensburg, um in meiner Heimatgemeinde (EFG-Ahrensburg) über Römer 6,12-14 zu predigen. Über diesen Text hatte ich bisher keine Predigt in meiner Gemeinde gehört, – auch erschien er mir als recht schwer verständlich, als ich ihn das erste Mal gelesen habe. Die Predigt entstand aus der NT-Proseminar-Arbeit, die ich letzten Monat geschrieben habe, und kam bei den Menschen (trotz der wissenschaftlichen Formulierung und Komplexität) gut an. Ich habe überraschend viel positives Feedback bekommen, sogar von Leuten, von denen ich es garnicht erwartet hätte.
Ihr könnt euch die Predigt und die dazugehörige PowerPoint (als PDF), ohne die es schwer wäre meiner Predigt zu folgen, hier runterladen: Lasst nun nicht herrschen die Sünde (Predigt) – PowerPoint (PDF)
Übrigens: Wenn du staunst, hält die Vernunft den Atem an.
In the beginning was the word, and the word was oing
Die christliche Landschaft ist ja bekanntlich weit und … komisch. Lebte der Psalmist noch heute, so würde er wohl sagen: “Deine Gnade reicht von Benny Hinn bis Paul Washer und ist neu an jedem Sendetermin von Joyce Meyer!”.
John Crowder – http://www.thenewmystics.com/
Als Student der Theologie würde ich gerne tiefer einsteigen, mehr begreifen und dann meinen Freunden auch bessere Antworten geben, warum manche Menschen soetwas behaupten können (und damit dann auch noch durchkommen… Psalm 10?) Aber das hört ja nicht bei extremen Charis auf, … sondern geht die gesamte theologische Palette entlang. Und dass Anfragen betreffend christlicher Themen aus meinem Freundeskreis dann bei mir im Postfach landen, ist aufgrund meines Studienfaches sicherlich ersichtlich. Gerade letzte Woche habe ich erst eine eMail zum Thema “Sex vor der Ehe” beantwortet und die über Prädestination und den dann vermeintlichen (Un-)Sinn der Evangelisation muss noch bearbeitet werden.
Natürlich freue ich mich darüber, dass sich Freunde bei mir melden und nachfragen, wie “das denn nun sein kann, dass sich die Frau ihr Heil durch Gebären verdienen soll?”. Leider fühle ich mich dann oft unzulänglich vorbereitet, … eine letztendlich korrekte Antwort zum Thema Calvinismus kann ich nämlich nicht anbieten und zugegebenermaßen bin ich in Sachen der charismatischen Geistesgaben wie das “Umfallen und Lachen im Geist” sehr subjektiv geprägt und voreingenommen. Aber sich nur zu sagen: “Dann studier’ ich einfach mehr und werde der “theologos superia gießen” (TSG, haha)”, das bringt es ja auch nicht, …
So zum beispiel die letzte Wochen: Während des Studiums der Konfessionskunde und Kirchengeschichte verzweifelte ich zwischenzeitlich wegen der unglaublichen Entwicklungen unserer Kirchen. Es erscheint mir so unsinnig fremd, wie Leute derart komische Theologie vertreten konnten, dass ich darüber vergesse, dass es auf dem heutigen “Markt der Möglichkeiten” mindestens ebensoviele Strömungen gibt (was es ja keinesfalls besser mach!). Nur wird heuer wohl kaum jemand aufgrund seines Abendmahlverständnisses umgebracht… (zumindest nicht leiblich). – wenn ich mir dann aber “oing-oing”-Crowder anschaue, frage ich mich, ob eine gewisse Form der Inquisition nicht doch angebracht wäre? (Nein, Scherz!
)
Im 500 Geburtsjahr (?) von Calvin, hatten wir natürlich auch schon an der FTH ein (sehr löbliches) Plenum, wo Herr Dr. Hillbrands einen Vortrag über sein Leben, seine Theologie und Exegese hielt. In Erinnerung blieb mir der dringende Appell, die Instituio zu lesen, was ich bezeiten tun werde. Inbesondere die calvinistische Sicht der Heiligung und Rechtfertigung interessiert mich. Vielleicht war ich da bisher (zu) sehr pietistisch geprägt, und habe die Heiligung als Folge der Rechtfertigung verstanden, losgelöst von mir und gänzlich der übernatürlichen Kraft des Heiligen Geistes in mir zugeschrieben. Das Buch von J.I. Packer zum Thema “Heiligung” habe ich nicht fertig lesen können, wenn aber jemand ein anderes gutes Buch zu dem Thema kennt und mir dies empfehlen könnte, wäre ich ihm sehr dankbar dafür.
p.s. …

Your worst life now!
Joel Osteen has decided to help out Calvinists, especially, the ones who miss the big picture.
Q: For Calvinists, what is your advice for how they can slow things down and find peaceful moments and smile?
A: What Calvinists need to realize is that their predestination is the key. See, what Victoria and I have realized is that when you pronounce the word “predestination” your mouth starts to naturally form a smile. They just need to learn to hold that smile throughout the whole word, claim it and take the smile with them where ever they go. It’s that easy!
Born to die
Allzulange habe ich es schon versäumt hier etwas zu schreiben: Da hatte mir die gemütliche Weihnachtszeit, das überreiche Essen meiner Mutter (ihr habt schonmal von den ausgelassenen Mahlzeiten am Hofe des Herodes gehört? Gut…) und die weihnachtliche Dudeldei doch arg mitgespielt, so dass ich hier nichtmal einen Weihnachtsgruß los geworden bin.
Hier in Alto Adige, oder Süd-Tirol, wie der Deutsche zu sagen pflegt, freue ich mich an der Gemeinschaft mit meiner Family und der kleinen aber engagierten Gemeinde, die unbeachtet und verständnislos von der katholischen Kirche als “Sekte” abgestempelt wird. Die “evangelischen” Christen haben es hier echt schwer, inbesondere die Jugendlichen, die an ihren Händen die Christen in ihrem Altern abzählen können. Erst 50-80km entfernt gibt es dann die nächste Gemeinde, wo andere Jugendliche sind, – gerade im Winter kein Spaß, wie ihr euch vorstellen könnt.
Jedesmal wenn ich hier bin und sehe, wie wenig Möglichkeiten es für die Leute in meinem Altern gibt, bin ich – trotz Hebräisch und depressiven Bildern im Plenarsaal – echt froh, an der FTH zu studieren und dort viele gute Sachen über und mit Jesus zu lernen.
Von Daniels Blog habe ich dieses echt klasse Lied, von Flyleaf.
A frightened virgin teenage girl
Receives a message that defies the laws of this world
All she can do is weep and nod
She’s to bring into this world the Son of God
God’s angels sound their trumpets
And blow their horns
Tonight the long awaited savior is to be born
The goodness bound by Satan it has been torn
With this baby’s precious brow ready for thorns
A star appears fufilling ancient prophecy
There’s an ounce of fear as wise men follow faithfully
The Virgin Mary brings forth the human savior
And this future king sleeps soundly in the manger
Soundly in the manger
Tonight He is born so one day He can die
To heal hearts that are torn and live the perfect life
So He hang upon a cross and we can take His life
So we can live as sinners
And He can pay the price
Tonight He is born so one day he can die
But He will rise again
And blow their horns
Tonight the long awaited savior is to be born
The goodness bound by Satan it has been torn
With this baby’s precious brow ready for thorns
There’s an ounce of fear as wise men follow faithfully
The Virgin Mary brings forth the human savior
And this future king sleeps soundly in the manger
Soundly in the manger
To heal hearts that are torn and live the perfect life
So He hang upon a cross and we can take His life
So we can live as sinners
And He can pay the price
Tonight He is born so one day he can die
But He will rise again
Ach, das ist doch echt ne geniale Message! Mein Vater verwandte heute in der Weihnachtspredigt (am 24. feiert man in Südtirol nur eine kleine Christvesper) ein Beispiel zur Verdeutlichung von der Heilstat Jesu. So war er neulich mit meiner Mum und einem befreundeten Ehepaar aus der Gemeinde Pizza essen. Sein Kollege verschwand kurz, nach dem Essen der Pizza und mein Dad dachte: “Er geht wahrscheinlich kurz auf die Toilette”. Nachdem dieser nun wieder am Tisch saß und es langsam Zeit wurde zu gehen, machte mein Vater den Vorschlag den Kellner zu rufen, um zu bezahlen. Der Freund erwiderte nur: “I hab scho g’zahlt.” Folgende Punkte seien aus dieser Begegnung, im Vergleich zur Erlösungstat Christi zu lernen:
- Der Freund hatte bezahlt, ohne dass mein Vater etwas davon wusste! Auch wenn Jesus schon vor 2000 Jahren am Kreuz gestorben ist, so gilt dies doch immer noch heute. Der Freund hatte schon das Essen bezahlt, da lebte mein Dad noch im Glauben, die Rechnung käme noch.
- Es gilt “Danke” zu sagen, so wie man das eben tut, wenn man eingeladen ist. Nicht sollte man sagen (oder dabei stehen bleiben): “Ach, das wäre doch nicht nötig gewesen…”, sondern einfach “Danke!” und sich dann mitfreuen.
- Mein Dad musste, nachdem er erfahren hat, dass die Pizza bereits in der Vergangenheit bezahlt wurde, auch in der Gegenwart entsprechend leben. Normalerweise wäre er niemals aus dem Resteraunt gegangen, ohne vorher bei dem Kellner zu bezahlen oder aber er hätte ein sehr schlechtes Gewissen und würde im Inneren darauf warten, dass hinter ihm gerufen würde: “HALT! Sie haben ja noch garnicht bezahlt!” Wenn er aber fest darauf vertraut, dass der Freund wirklich die Wahrheit gesagt hat, dann kann (und soll) er jetzt frohen Mutes aus dem Resteraunt gehen, ohne dabei zu fürchten oder insgeheim noch Scheine zu zählen oder derart.
Ich fand dieses Beispiel wirklich gut und auch nachdenkenswert. Insbesondere, weil ich hier auch gerade mit meinen Eltern richtig lecker Pizza essen war (tja, am besten schmeckt sie halt wirklich in Italien!) und das daher sehr gut nachvollziehen kann. Das mit der Gnade kann ich aber noch wirklich nich so ganz nachvollziehen, wie mich Jesus einfach so lieben kann, trotz meiner Schuld. Dazu vielleicht ein andermal eine andere Geschichte, die (auch mir) dies genauer erläutert.
Nun, ich freu mich, viele von euch im “Jänner” bald wieder zu sehen, bis dahin wünsche ich euch alles Gute und Gottes Segen!
Bis bald!
who knows?
“Where Are The Poor And Lost?” = “the poor are the lost, and the lost are the poor.”
Von Luther und Bekenntnissen
Wir haben gerade in Kirchengeschichte den Beweis angetreten, dass zu dem sogenannten “Untertitel” zur FTH: “wissenschaftlich – bibeltreu – praxisnah” noch ein wertvolles Attribut hinzugefügt werden muss, nämlich: Modern! Ja, die FTH ist modern! Nicht nur wegen des W-LANs, der Beamer, den charmanten Dozenten oder gar des aktuellen Internetauftrittes (Achtung, eine Nennung war rein ironisch zu verstehen, …
) mag man die FTH modern nennen. Nein, auch die Unterrichtsmethoden sprechen Bände: So haben wir eben in der Kirchengeschichte bei Prof. Dr. Lutz v. Padberg den Luther-Film gesehen. Ja, gesehen! Via Oculari! U n g l a u b l i c h ! (und das bezieht sich nicht auf den Inhalt des Filmes).
Nun, hier schwingt augenscheinlich ein wenig Ironie mit, die aber keinesfalls missverstanden werden sollte. Es geht mir nicht darum die Pädagogik meiner Dozenten schlecht zu reden! μὴ γένοιτο!! Die Unterrichtsmethoden an der FTH sollen auch garnicht Thema des Postings sein, aber haben mich im darüber nachdenken auf etwas (zumindest für mich) interessantes aufmerksam gemacht.
Nächste Woche werden wir uns ausführlich über Luthers Leben, und wie es auf Zelluloid gebannt dargestellt wurde, unterhalten. Ich werde für meinen Teil über den absoluten Dreh- und Angelpunkt von Luthers Leben sinnen, – die Rechtfertigung allein aus Gnade. Die Fragen die sich Luther stellte, sind nämlich seit einiger Zeit auch meine Fragen: Wie kann ein “gerechter” Gott Menschen in Sünden gebären lassen (worüber sie keine Entscheidungsgewallt haben), sich dann aber über ihre Sünden (gerecht, wegen seiner Heiligkeit) aufregen und sie mit ewigem Feuer bestrafen? Und, um es auf die Spitze zu treiben, warum beruft er sich dann nicht eine Braut, die Gemeinde, die es wenigstens drauf hat und nicht von Leuten geführt wird und aus Leuten besteht (so wie mich), die keinesfalls das Leben, was Jesus von seiner Braut möchte und damit nur noch mehr Menschen von ihm wegtreiben, – hin in die ewige Verdammnis? Ist unser Gott -nur- gerechter Gott? Luther suchte nach einem erbarmenden, nach einem guten Gott. Nach einem guten Vater.
Für Luther beantwortete sich dies alles in der Lehre der Rechtfertigung, als Ausgangspunkt für ein Leben nach dem Wunsch Gottes, das wiederum vieles veränderte. Für mich beantwortet sich dies hoffentlich nicht, wie so viel anderes, “im Laufe meines Lebens”, sondern noch während meiner Studienzeit hier in Gießen. Hoffentlich, und darum bitte ich, auch durch die Gnade geführt, zu einem Leben, das vieles und viele verändert.
Was hat das mit den Unterrichtsmethoden an der FTH zu tun? Nun, es gibt anscheinend keine “perfekte” Unterrichtsmethode. Während der eine garkeine PowerPoint-Dateien zur visuellen Verdeutlichung seiner Lehrinhalte heranzieht, versucht ein anderer alle 65,536 Farben je Folie zu verwenden! Dozent A strukturiert selbst Begrüßung und Gebet kunstvoll in das – bereits vor Monaten erstelle – Inhaltsverzeichnis, sodass dieses eine Homage an den akrostichen 119. Psalm darstellt, während Dozent B nach 15min. emotionalen Predigens auch mit der “geplanten” Unterrichtsstunde beginnt, … diese dann aber nach 10min. wieder “geistig” verlässt und sich dem geistlichen Seelenheil seiner Studenten zuwendet. Wenn es aber soviele Lehrmethoden schon bei uns an der FTH gibt, wie wendet sich Gott, als perfekter Pädagoge, uns Menschen zu? Hat er nicht sogar viel mehr Interesse daran, dass wir geistlich zu ihm hinwachsen, als wir das selber je haben könnten? Ist er nicht so ein geduldiger und liebevoller Vater, der (mein Mentor verwandte dieses Beispiel sehr gerne), in das Zimmer seines jungen Sohnes geht und sich zu ihm – auf Augenhöhe – hinkniet, um ihm zu erklären, was er möchte, – in einer Sprache, die der Sohn versteht. Statt in der Küche zur Heizung zu nuscheln, dass der Sohn sein Zimmer aufräumen solle; diesen dann später aber zu schelten, warum er nicht die Anweisungen des Vaters befolgt hätte. Nein, unser Vater ist doch ein guter Vater! Er spricht auf verschiedene Art zu uns! Auch wenn der Ruhe und Stillen Zeit (das schreibt man ja seit kurzem groß, da es sich in der christlichen Szene zum geflügelten Wort aufschwang) viel positives abzugewinnen ist, wehre ich mich vehement gegen den Gedanken, dass Gott in hektischen Zeiten und Perioden in unserem Leben, wo wir nicht die Kraft haben, ruhig zu werden und aktiv auf seine Stimme zu hören, nicht zu uns spricht, bzw. dies “zu leise” tut, als dass wir ihn hören könnten. Er wird Mittel und Wege finden! Wenn es sein muss, wird ER uns ruhigstellen, aber er wird es uns solange sagen, bis wir es verstanden haben. Er ist ein verständnisvoller Papa. Er ist ein guter Vater.
Dazu frage ich mich die letzten Wochen, auch zusammen mit meinem Seelsorger aus der FEG, welchen Anteil ich in dem übernatürlichen Wechselspiel von Gnade und Heiligung spiele, und was Gott von mir möchte, bzw. von mir “braucht”, um meinen Charakter ihm ähnlicher zu gestalten (was er ja von mir will). Diese beiden Fragen, die Frage nach der Rechtfertigung, sowie die Frage nach dem menschlichen Zutun, dem Tun von gerechten Werken, hängt ja deutlich sichtbar zusammen. Mehr und mehr verrückt sich die Sicht für mich, dass die Frage nach der Rechtfertigung vielmehr den Grund legt, auf der ich auch die zweite Frage beantworten mag.
Diese Zusammenhänge sind jedoch keineswegs erhellend für mich, sondern bringen mich dazu, dass ich mich schäme. Wie kommt man denn dazu, Theologie zu studieren, wenn man noch nichtmal die Milchspeise, die absoluten Basics, verstanden hat? Steht nicht die Rechtfertigung, dem Doppelpunkt gleich, am Anfang (ja, sogar noch ein Stückchen davor!) aller christlichen Antwort, aller Bekenntnisse? Von einem stud. theol. sollte man doch erwarten, dass er die Heilstat aus Gnade begriffen hat und auch seinem Leben nach danach strebt, diese Gnade durchscheinen zu lassen.
Ich bekenne, dass ich – scheinbar – , Luther gleich, im Studium noch nicht begriffen habe, was Gnade wirklich bedeutet. Aber ich vertraue auf Gott, als guten Vater, der sich mir zuwendet und – mir entsprechend – durch seinen Heiligen Geist, den besten Lehrmeister, erklärt, was Gnade heißt.
Luther schrieb an seinen Freund Melanchton, während er gerade auf der Wartburg gefangen saß, bewegende Worte, die mich nachdenklich darüber machen, was so ein großer Mann wirklich für ein Leben geführt hat.
Ich sitze hier bequem, verhärtet und gefühllos – ach! Wenig betend, wenig um die Gemeinde Gottes bekümmert, aber umso mehr in den wilden Feuern meines ungezähmten Fleisches brennend. Hierauf kommt es hinaus: Ich sollte in den Flammen des Geistes stehen; in Wirklichkeit stehe ich in den Flammen des Fleisches, mit Begierde, Trägheit, Untätigkeit, Schläfrigkeit. Vielleicht liegt es daran, dass ihr alle aufgehört habt, für mich zu beten, dass Gott sich von mir abgewendet hat. … In den letzten acht Tagen habe ich nichts geschrieben und weder gebetet noch studiert, teilweise aus Maßlosigkeit, teilweise aufgrund einer andereren ärgerlichen Behinderung [Verstopfung und Hämorrhoiden] … Ich kann es wirklich nicht länger aushalten; … bete für mich, ich bitte dich, denn in meiner Abgeschiedenheit hier bin ich von Sünden überhäuft.
Heißt ein Leben “aus Gnade”, ein ewig-strahlendes Lächeln einer (jetzt geschiedenen) Prosperity-Priesterin Paula White, oder eines engagierten, geisterfüllten und zeitlos-motivierten (jetzt geschiedenen) Todd Bentleys? Ich bin dabei es herauszufinden und freue mich, dass ich es nicht alleine “schaffen” muss. Nein, ich habe einen Papa, der mich erzieht und mich lehrt. Einen lieben Papa. Einen guten Vater.
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in Mark 7:21–23, Jesus said, “For from within, out of the heart of man,
come evil thoughts, sexual immorality, theft, murder, adultery, coveting, wickedness,
deceit, sensuality, envy, slander, pride, foolishness. All these evil things come from
within, and they defile a person.”
Thus, sexual sins are not “out there” in the media, strip club, or gal with lowrise
jeans and hi-rise thong. Truly, the problem is “in you.” It is from the sinfulness
of your heart that lust and sin proceed like sewage from a culvert. This is the painful,
unvarnished truth. (Mark Driscoll)
ein kurzer gedanke
Neue Weblinks zum ausprobieren: www.christbook.com sowie youtube-videos zu paul washer.
… seht zu, dass ihr nicht verschlungen werdet!
Ein Katholik, ein Calviner, ein Baptist und ein Charismatiker
finden sich in der Hölle wieder.
Sagt der Katholik leicht zitternd: “Ich bleibe nicht lange hier, denn oben wird für mich fleissig gebetet und es werden Messen abgehalten.”
Sagt der Calvinist mit stoischer Mine: “Mir war das vorherbestimmt.”
Sagt der Baptist total traurig: “Ich bin doch getauft und kann eigentlich gar nicht hier sein?!”
Und dann der Charismat: “Halleluja! Im Glauben bin ich gar nicht hier!…”
Wenn man so einen Witz in den falschen Kreisen erzählt, dann kann es ganz schnell sein, dass die noch eben erhobenen Hände sich zu Fäusten ballen und etwas ganz anderes (nämlich Vorwürfe) gegen einen erhoben werden. Wenn man sich ein wenig in der christlichen Szene auskennt (und ich bewege mich scheinbar schon viel zu lange darin), dann erscheint einem das Treiben der – oftmals Getriebenen – nicht so sehr als Heilstat an der Welt, sondern mehr als negativ-Beispiel. Oder wie sollte man sonst einem frischbekehrten Heiden die Bibel auslegen? “Leb einfach so, wie es in der Bibel steht… du kannst dir gut an den Leuten in der Kirche ein Beispiel daran nehmen, wie es nicht zu laufen hat. Viel Spaß mit deiner Beziehung zu Gott!”
Normalerweise kommt jetzt der Kommentar, dass ich nicht richten darf. Ja, es steht mir nicht zu, “diese Leute in der Kirche” zu verurteilen. Ich rede jetzt aber von dem “Otterngezücht”, die garnicht gekommen sind, wahre Buße zu tun, sondern nur “frommen Segen” und eine Soul-Cuddling&Therapy-Session erwarten. Und sowas regt mich echt auf. Ich hoffe ich trete damit keinem auf die Füße, schließlich spreche ich keine Menschen direkt an. Aber genau da sind wir beim Thema, denn so kommt es mir in den Gemeinden oft vor:

Prof. Dr. Johannes Reimer
Man ist schon sehr direkt und nennt dann gerne mal Namen. Im Archiv des Newsletter des Bethanien-Verlages Propagandazentrums finden sich Vorwürfe gegen Prof. Dr. Johannes Reimer, der angebliche Führer der Emerging-Church Bewegung hier in Deutschland ist und sich dabei (und dadurch) erheblicher Vergehen schuldig gemacht und damit auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollte. In verschiedenen Blogs liest man von einer Stellungnahme Reimers, wo er sich gegen Vorwürfe der Bibel-Untreue und anderer gern gelesener Standard-Angriffe wehrt. Johannes Reimer, der mich persönlich sehr stark geprägt hat und mit ausgelöst hat, dass ich hauptamtlich für Gott arbeiten möchte, war selbst einmal in meiner Heimatgemeinde und hat dort ein Seminar gehalten, für das er später von der Gemeindeleitung “exkommuniziert” wurde. Er war Doktorvater des vor kurzem erwähnten Missiologen der FTH, Friedemann Walldorf und Leiter der GBFE. Insgesamt ein toller Hecht!
Aber der Kracher: Wie man vor kurzem erfuhr wurde er jetzt als Missiologe nach Ewersbach zum TSE berufen! Hallo? Warum nicht an die FTH? Nicht, dass ich ihn nicht den FEGlern gönnen würde… aber die sind doch noch so mit der Frage nach Pastorinnen beschäftigt, da können sie ihn doch garnicht richtig genießen! Ach, was würde ich für ein-zwei Plena mit ihm geben.
In dieser ganzen Vorwurfs-Stellungs-Debatte fühlte ich mich an die Diskussion um die Hochschul-Akkreditierung der FTH erinnert. Wenn man schon nur nach FTA+Akkreditierung googlete, fand man zahlreiche Foren-Einträge wo vom “kommenden Abfall” und “Öffnung zur liberalen Theologie” die Rede war. Es ist einfach traurig beschissen! Man kann natürlich einfach durch die Welt rennen, dabei beide Augen verschließen und sein geistlich-christliches Leben in aller Zurückgezogenheit leben, wie man möchte… aber immer wenn ich mit meinen noch-nicht-christlichen Freunden über Gott rede, dann ist immer sofort von den streitenden Christen die Rede.
Aber wenn es nur Streit wäre? Nein… das Schlimmste ist ja, dass uns die Verlorenen scheißegal sind und wir uns nur um uns kümmern.
Habe mir heute “Deutschlands sexuelle Tragödie” gekauft und auch in einem Rutsch durchgelesen. Darin werden Geschichten von Jugendlichen erzählt, die aufgrund ihres kaputten Elternhauses, der frühen Konfrontation mit Pornographie und Sexualität, der fehlenden Intimssphäre und vieler anderer Gründe, bereits mit 14-16 mehr im sexuellen Bereich erlebt haben, als alle, die in meiner Gemeinde jeden Sonntag im rechten Flügel sitzen. Thematisiert wird das Thema in unseren Gemeinden nicht. Einspruch? Ohja, doch, wir hören schon einmal alle 2 Jahre eine Predigt einen Vortrag über “gottgewollte Sexualität” oder ein nachgesprochenes Kapitel von “Sex.Gott”, aber es ging mir mehr um die kaputten Familien und perspektivlosen Bevölkerungsschichten, die wir in unserer Gemeinde überhaupt nicht erreichen. Um das noch einmal klarzustellen: Es geht mir nicht um unsere FEG in Gießen, die eine wirklich gute Arbeit macht, sondern um viele viele viele Christen in Deutschland, mich eingeschlossen (!), die sich lieber im Kreis drehen und Die-Reise-nach-Jerusalem mit zuvielen leeren Stühlen spielen, als den Menschen zu dienen und zu helfen. Schon Paulus hat sehr deutliche Worte darüber gefunden:
Wenn ihr aber einander beißt und zerfleischt, seht [zu], dass ihr nicht voneinander verschlungen werdet. (Galater 5,15)
Ich bin zur Zeit einfach sehr traurig darüber, sowenig von Jesus in meinem Leben zu sehen. Sowenig von Jesus, der zu den Prostituierten, Kranken, Krüppeln und Schwachen gegangen ist, um ihnen zu helfen. Manchmal braucht es vielleicht einen Schritt von uns in die radikalere Richtung (und dafür vielleicht einen Tritt in den Arsch?), um mit Gott ein Leben der Abhängigkeit von ihm zu leben und nicht mehr auf seinen eigenen Sicherheiten zu beruhen oder in trivialen Nichtigkeiten zu vergehen. Vielleicht findet man nur so, die “souveräne Freude” von einem Augustinus?
Von der Unmöglichkeit eines Theologiestudiums
Wie kommt man eigentlich dazu, Theologie zu studieren? In den letzten Monaten habe ich mich gefragt, was wohl gelaufen wäre, wenn ich nicht an die FTA (*räusper* FTH) gekommen wäre. Nun, das einzige, wo man viel labern muss und kein Mathe für braucht, wäre wohl Jura gewesen. Und dann? Selbst Martin Luther hat einmal prophezeit: “Es wird der Tag kommen, da die Juristen das Evangelium Christi predigen werden!” So hätte mir auch dieser Ausweg wohl nichts genützt um der schweren Bürde zu entkommen, den Menschen von Jesus zu erzählen.
Schwere Bürde? Oh ja! Am vergangenen Samstag war ich mit Herrn Dr. Walldorf, unserem Missiologen von der FTH, in Haiger. Haiger? Ja! Haiger, – die Metropole des evangelikalen Wachstums in Deutschland, der Nabel der Welt, die 6 Buchstaben, die Fortschritt, Urbanisierung und weltoffene soziale Gemeinschaft bedeuten… naja, eigentlich ist es ein unbedeutendes Kaff irgendwo im Hinterland. Aber so ist es ja immer: Trifft man sich zur Mission in Hamburg, kommen 30 Leute. Trifft man sich in Haiger, 300. :’-(
- Friedhof und Grundschule, … jaja, Platzsparend!
- Nicht soviele Leute, zur hälfte Teens
- Die berühmten “Sannin aus Nagoya”!
Diesmal waren wir zwar nicht soviele, es waren schätzungsweise nur 150 Personen anwesend, zur Hälfte Teens, zur anderen Mitarbeiter der Missionsgesellschaften und Werke – aber trotzdem eine ganz nette Atmosphäre. Super war’s, dass ich Nathanael und Christian, meine WG-in-Japan-(Über)-Lebens-Gefährten *grins* wiedersehen konnte! Nathanael ist jetzt auf der Bibelschule Wiedenest, Chris studiert am TSE Theologie. Wir haben zusammen Nissin Cup Noodle geschlürft und die Japan-Connection mal wieder so richtig aufleben lassen!
Das Programm hingegen war etwas dürftig. Ich hatte Gelegenheit mit Siegfried Schnabel zu sprechen, der sowohl als Pastor, Missionar und jetzt Missionsleiter der Neukirchener Missionsgesellschaft, etwas über die Einbindung der Gemeinde in den Missionsdienst zu berichten wusste. Einigen dürfte er durch seinen Bruder, Eckhard Schnabel, bekannt sein, der ja auch an der FTA lange Jahre gedient hat (und dessen Bücher wir als Pflichtlektüre lesen müssen…)
So spannt sich der Bogen zur “schweren Bürde”. Viele begeisterte Teens, bzw. Jugendliche habe ich in Haiger nicht getroffen. Die Gespräche die ich am Stand der FTH führen durfte, waren eher… anders. Ich habe mich ernstlich gefragt, ob die Durchführung von ein paar Lobpreis-Liedern (sofern man sie so nennen mag), dazu mit einer feurigen (polemischen?) Predigt über die kulturellen Vorzüge des Christentums, gekrönt von einem Aufruf, sein Leben als hingegebenes Opfer Gott zu weihen, … na, ob das was bringt? Ich möchte mich jetzt aber hier nicht nur negativ darüber äußern, -wer bin ich schon, dass ich so eine Arbeit kritisieren könnte?
Stattdessen sollte ich es doch selber mal ernst damit nehmen, in meinem christlichen Umfeld – ja, gerade da! – die Dringlichkeit der Mission noch mehr zu betonen und die Menschen zu mobilisieren. Und auch selbst zu gehen?
Je mehr ich lese und studiere, je deutlicher mir die Notwendig etwas zu TUN. Und nicht nur da zu sitzen, zu schreiben, zu lesen, zu lernen, … habe einen interessanten Beitrag auf einem Missionars-Blog gelesen, der sich über Homosexualität auslässt. Verlinkt mit den Worten “In fact, my position is pretty well summed up here” war folgender Beitrag: Real live Preacher. (Sagt ja schon einiges über die Einstellung aus…)
Genial fand ich aber seine Auflistung der unbeliebtesten Missionsorte weltweit, die ich hier schonmal gepostet habe. Das Blog lohnt sich zu lesen, um mal eine etwas andere Sicht über Missiologie und Gemeindebau in Japan zu gewinnen.
Dazu ein Youtube-Video von einem sehr heidnischen Typen, der aber in dieser Auswahl doch ganz recht hat: Wir haben wirklich viel viel zu tun. Packen wirs an? Und manche fragen: Können wir das denn?
Yes, we can!
It’s music, my soul is breathing
Seit dem letzten Post ist zuviel passiert, als dass ich es in einem Beitrag hier veröffentlichen könnte. Man fährt von lustigen Treffen mit Freunden, das Lachen noch in den Ohren, zu Beerdigungen und heult, man sitzt am Computer und zockt Nächte durch um sich danach in der Freien Theologischen Hochschule das Hirn über biblische Hermeneutik zu zermartern. Man fährt zu einer Freizeit mit Kommilitonen, lacht, denkt nach, diskutiert und sieht in der Natur die herrliche Handschrift unseres Herrn durchscheinen. Doch dann fällt einem auf, dass im Herbst alles stirbt und jetzt für einige Monate die unwirtliche Zeit, mit dicken Jacken, Schals und Handschuhen beginnt… die ich wirklich nicht mag. Da ist der Herbst doch viel schöner:
| Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los.Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. |
Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde.Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen |
Diese beiden Gedichte von Rainer Maria Rilke sind doch sehr treffend, oder? Passend dazu hat Staind, eine meiner Lieblingsband, ein neues Album rausgebracht: “The Progress Of Illusion“, welches ich für euch auch gleichmal eingebunden habe.
Dazu gibts ein paar Fotos von der Semester-Anfangs-Freizeit und das Motiv, welches ich mir auf die Schulter tätowieren lassen möchte: Ein Chirho. Dazu habt ihr vielleicht gesehen, dass ich das Design hier auf der Homepage ein wenig geändert habe. In der Mitte der Seite wird es jetzt jeden Tag ein neues “Unerreichtes Volk” geben. Dieser Service stammt von joshuaproject.net, die ein echt geniales Konzept fahren. Ich kann euch nur empfehlen dort mal reinzuschauen.
Soviel auch schon wieder von mir, … schaffe es sowieso nicht, alles Neue hier zu schreiben
Von Jesus-Plüschfiguren und meinen Nerven
Gelobt seien die Amerikaner, die uns entweder mit ihren politischen Entscheidungen die Haare Grau wachsen lassen oder aber durch ihre evangelikalen Randgruppen-Gemeinden die Lachmuskeln trainieren. Ich denke vor einiger Zeit schonmal dieses Video gepostet zu haben, nichtsdesto weniger will ich all denjenigen, die es noch nicht sahen, nicht vorenthalten:
Als Laien-Theologe ist es natürlich schon fast Teil des Berufsethos sich mit solchen Dingen zu beschäftigen (lol), was natürlich neben den eher lustigen Dingen auch leider manch traurige Erscheinungen der heutigen Kultur-Relevanz-Gemeinden und liberalen Bibelauslegung hervorbringt. Eine prima Seite, die mich immer
Man beachte das WWJD-Bändchen!
Und wie lieb er lächelt…
mit einem lachenden und weinenden Auge durchs Internet surfen lässt, ist http://www.alittleleaven.com/ – eine Art “Museum” mit bereits 700 “Ausstellungsstücken”, gemeint sind panne Aktionen von Gemeinden, die es nicht lassen können, den Namen Jesu noch mehr in den Schmutz zu ziehen. Dazu gehört der Pastor, der als Auflockerung zur Predigt mit einem Motorrad auf die Bühne fahren wollte (sehr Kultur relevant!) und dabei über das Ziel hinausschießt und gegen die Wand fährt. Oder auch der liebe kleine Plüschjesus, der sogar ein WWJD-Armband trägt, damit er selbst nicht vergisst, was er eigentlich machen müsste/sollte. (siehe Bild). Oder ganz aktuell: The Green Bible. Ich poste einfach mal im Originalwortlaut, damit ihr ungefähr wisst, wie das da abläuft:
What is the MOST important problem that world faces? Well, according to the editors of the Green Letter Bible the MOST important problem that we face is the problem that our planet is dying. So…in order to solve the problem they’ve put together the Green Letter Edition of the Bible. This Bible has all the verses that talk about the care of the planet in green, soy based ink.
Forget Red Letter editions that draw our attention to the words of Jesus. We no longer need to focus on the ’sin problem’. We need to find Bible verses that encourage us to lower our ecological footprint.
Mit Tinte aus Soja?! Wie geil….
We wonder if there will be church-wide campaigns that spring from the Green Bible like the “40 Days of Recycling” campaign or the “Live Like the Planet is Dying” campaign.
Als Fazit sei gesagt, dass diese Seite einen immer wieder herausfordert, den “Krams”, den wir jeden Tag in Idea lesen oder der uns am Sonntag auf dem Büchertich oder in der Predigt begegnet, kritisch zu hinterfragen. Manchmal schlägt die Nadel dabei auf der arg richtenden Seite aus und die über-calvinistische Deutung aller Fragen nervt den treuen Leser des manchen Mals. Doch darüber ist bei den Schmanker’ln des Museum getrost hinweg zusehen
Ich habe mir gleich eine Dauerkarte gekauft!
Was meine Nerven (wir kommen zum zweiten Teil der Überschrift) nach einem langen Tag beruhigt, ist nicht Whisky oder anderes Gesöff, wie einige böse Zungen behaupten
, sondern eine gute und herausfordernde Predigt des guten alten Paul Washer. Wie ich neulich herausfand gibt es einen 22 Jährigen Studenten aus BaWü der sich daran gemacht hat, diese zu übersetzen. Eine Kostprobe hier:
Wieder da + Hochzeits-Bilder
Zuersteinmal möchte ich mich bei allen (sporadischen und treuen) Lesern dafür entschuldigen, dass ich hier solange nichts mehr geschrieben habe.
Grund dafür war und ist zum einen meine chronische Faulheit, die dadurch Unterstützung fand, dass ich für mehr als 2 Wochen nach Hamburg fahren durfte, um liebe und tolle Menschen wiederzusehen.
Wie bereits vor einiger Zeit geschrieben, durfte ich auf zwei Hochzeiten von echt wichtigen Leuten für mich fahren, was zu krassen Erfahrungen für mich führte.
Unterkommen durfte ich in der WG meines Bruders, da dieser bei unserem Dad in Tirol Urlaub machte, – cool, wie das alles wieder so gepasst hat, dass ich ohne viel Streß in Hamburg kostenlos leben durfte und dazu noch ne gute Gemeinschaft mit dem WG-Kollegen Simon haben durfte.
Die Hochzeit von Anne und Jonas’ war zum einen dadurch besonders, dass sich Anne und Jonas das Ja-Wort gaben. Jonas Schilke ist ein ganz wichtiger Mensch für mich geworden, da ich mich mit durch ihn bekehrte und er die ersten Jahre meines Christseins (eigentlich bis heute) sehr stark geprägt hat. Nicht nur, wo er mein Jugendleiter war, und später mein Chef, sondern immer als Freund. Rechenschaftspartnerschaften, Disziplin-Verträge, Ausarbeitungen über Bibeltexte und Predigten die rumgeschickt wurden. Anne als “Frau Schilke” jetzt ansprechen zu können, ist natürlich gewöhnunsbedürftig, aber hört sich schonmal ganz gut in meinen Ohren an ![]()
Ich habe ein paar Bilder gemacht, die ihr euch hier anschauen könnt (entschuldigt bitte den Graufilter bei einigen Bildern, da gab es ein Problem mit dem Importieren, wird nicht mehr vorkommen):
Über die zweite Hochzeit darf ich noch nix erzählen, bis die offizielle Erlaubnis der PR-Agentur eingelaufen ist
Dann aber auch darüber mehr!
Death by Love
Mark Driscoll ist einer meiner aktuellen Lieblingspastoren. Er ist “Preaching Pastor” der MarsHillChurch Seattle und ich habe hier ja schon einige seiner Predigten gepostet. Er schreibt ca. 6 Bücher jedes Jahr mit sehr unterschiedlichen Inhalten. Bald wollte ich von ihm lesen, was er über Pastoren, bzw. ihre Aufgabe zu schreiben hat.
Hier jetzt, vielen Dank an Daniel für den Hinweis, ein medial sehr gut gestalteter Teaser für sein neuesten Buch: “Death by Love”. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagen werdet… ich werd schauen, wie viel es kostet und wie die Kritiken sind.
Film ab!
Vom Glauben an Gnade
Videoclip: Shane and Shane “Embracing Accusation” mit John Piper.
“ist aber oft schwer zu glauben…” bekam ich als Antwort auf das Video zu hören. Das stimmt. Es ist wirklich schwer zu glauben. Ich kann kaum glauben, dass ich es jemals mit jeder Faser meines Körpers ganz glauben kann, was wirklich in der Bibel steht. Markus 9, 24 – oder etwa nicht?
D. Martyn Lloyd-Jones fasst in der Mitte seines Buches “Spiritual Depression: Its Cuases and Cure” nochmal ganz kurz Ursachen auf, warum Christen, die keine Freude haben (sogenannte “miserable christians”), Glauben falsch verstehen:
It is, ultimately, a failure to understand doctrine, or, if you prefer it, it is, ultimately, another failure in the realm of faith. We have seen a number of things concerning faith; we have seen, for example, that it is to be an activity. Many people forget that and get into trouble, because they fail to realize that they have to apply their faith. Then we have seen that others get into trouble because they do not see that they have to continue and persist with the application of faith, that it is not enough to start well, but that we have to go on and that we cannot relax for a moment. But here (es geht um Christen, die sich selbst Gesetze auferlegen) the difficulty seems to be that of failing to realize that faith must be apporpriated. Here is the Truth set down before us (es geht um Römer 8,15-17), but if we do not appropriate it, it will not help us. (S. 164f)
Wie kann man am besten an “Gnade” glauben? Wie kann man sich das selbst zusprechen? Durch Bibelverse zum Beispiel, … habt ihr Ideen? Ich würde mich freuen, von euch zu lesen.
Zwei Hochzeiten und ein Todesfall
Diesen Sommer darf ich auf zwei Hochzeiten von wirklich wirklich wichtigen Menschen für mich gehen. Und während ich mir zum einen überlege, was ich den Pärchen schenken kann, kommen mir Gedanken, die ich jetzt lieber nicht hätte… “Wie ist das denn bei mir?” zum Beispiel, oder “Wirst du jemals heiraten können?!”.
Ich bin noch weit weit davon entfernt die richtige Frau für mein Leben zu finden, mit der (fast) jede Schwierigkeit und (fast) jedes Problem zusammen gemeistert werden kann, weil man alleine (zu zweit) auf Jesus vertraut. Wenn ich dann die Pärchen sehe, die sich in den nächsten Wochen das Ja-Wort geben, dann bin ich zum einen mächtig stolz auf sie und zum anderen mächtig neidisch auf ihr Glück. Ich möchte dazu ein wenig ausholen…
Während meines letzten Urlaubes habe ich mich mal hingesetzt und alle meine vergangenen Beziehungen aufgeschrieben. Das tat sehr gut noch einmal in aller Kürze Revue passieren zu lassen, was und wie es mir so ergangen ist. Dabei fiel mir auf, wie schwer es einem fallen kann mit der Vergangenheit abzuschließen und was für “Vergangenheits-Tiere” wir doch eigentlich sind. Sind wir wirklich nur Produkte unserer Geschichte, bzw. wieviel können wir an dem Steuerrad unseres Charakter noch drehen, jetzt so nach 20 Jahren?
Was mich beruhigt, ist der Gedanke, dass Gott unsere Geschichte benutzt. So war es schon bei Mose, so war es bei den ganzen Richtern, so war es doch bei sovielen Menschen, die uns Vorbilder geworden sind. Doch manchmal, so ertappe ich mich dabei, ruhe ich mich auf der Souveränität Gottes aus und denke mir: “Nun gut, es ist viel Scheiße in der Vergangenheit passiert. Gott wird das schon nutzen, um etwas Gutes daraus entstehen zu lassen!” Das kann es, so denke ich jetzt, auch nicht sein. Es erfordert mehr. Es erfordert einen unkaschierten und ehrlichen Umgang mit unserer Vergangenheit und unseren Fehlern und fordert uns dazu auf nicht Gott, Eltern, anderen Menschen, uns allein oder Umständen die Schuld für unsere Fehler in der Vergangenheit zu geben, sondern daraus zu lernen und in Zukunft auch besser zu machen! Welche Gefahr darin liegen kann, auf derselben Grundlage weiterzumachen, hat Paul Washer ganz gut beleuchtet, – denn, wir sind eine neue Kreatur. Wir haben einen neue Grundlage und müssen uns nicht mehr so verhalten, wie früher. Oh, wenn das doch endlich Realität in meinem Leben werden würde…
Dass eine meiner Ex-Freundinnen heute ihre Verlobung in unserer Gemeinde bekannt gegeben hat, war kein großer Schock für mich und hat mich auch nicht in den Grundfesten meiner Selbst erschüttert, aber doch zu denken gegeben. Und da kommen wir wieder zu den Hochzeiten und dem Neid zurück: Im Endeffekt geht es ja garnicht um mich oder um meine Freunde, die sich verheiraten oder verloben und meine Gefühle ihnen gegenüber. Letztlich geht es um die Gefühle Gottes für mich, an denen ich mich messen sollte. Und vielleicht lege ich viel zu wenig Wert darauf, wie Gott mich sieht, um meine Identität zu finden und messe mich viel zusehr an meiner Sicht über andere, oder sogar (noch määääpiger) an ihrer Sicht über mich (wie das Unvergeben).
Vielleicht kann ich die Hochzeiten in den nächsten Wochen dazu nutzen um mal intensiv darüber nachzudenken, wie ich zu Jesus stehe. So wie die Braut den Bräutigam anhimmelt und nur auf ihn sieht, und der Bräutigam wackelige Knie bekommt und es garnicht fassen kann, dass er SIE erobern konnte, so möchte ich meine Stellung als Teil der Gemeinde im Umgang zu Jesus sehen.
Jesus hat seine Braut erobert, er hat für sie gekämpft und sein Leben für sie gelassen. Und ich möchte, wie die Braut, nur auf ihn schauen, mich an ihm messen und ihm ewige Treue schwören.
Eigentlich sind Hochzeiten ja was ganz schönes.
egal
McCain und Obama bei Rick Warren in Saddleback: Die Tagesschau ich finde es lustig wie die sich immer wieder verhaspeln, hihihihi
Let the bodies hit the floor…
Was auch immer man toll findet – hinfallen, segnen, in Zungen reden oder sonstwas, aber das müsst ihr mal gesehen habe: http://www.youtube.com/watch?v=5lvU-DislkI
Todd Bentley, oder “Wo sich die Geister scheiden”
Todd Bentley ist für viele in den letzten Monaten mehr als nur ein Name geworden. In unzähligen Diskussionen dient sein Name als Brennstoff, der die Gemüter weiter anheizt. Wer bis jetzt noch nichts von ihm gehört hat, mag sich glücklich schätzen einen größeren Überblick über die Geschichte zu haben, als diejenigen, die im vergangenen April direkt und frisch von der “Erweckung in Florida” hörten.
Über e.Mails gingen die Berichte von dem Pastorenehepaar Zimmerli durch die christlichen Mailinglisten, den ich der Vollständigkeit halber hier auch nocheinmal posten möchte:
“Vor kurzem war ich in Italien. Mit einem Team aus Deutschland diente ich dort in einer Schule für Pastoren und Leiter. Abends im Wohnzimmer des Pastors schalteten wir GOD.TV ein. Todd Bentley war auf dem Programm. Ich hatte schon davon gehört, dass eine Reihe von Veranstaltungen in Florida sich begannen in eine Erweckung zu entwickeln. Todd Bentley, ein kanadischer Evangelist und Prophet war eingeladen in die „Ignited Church” in Lakeland, um dort in vier Heilungs-Gottesdiensten zu dienen. Der Geist Gottes begann so stark zu wirken, dass Todd all seine weiteren Termine absagte und zusammen mit dem Pastor der Gemeinde beschloss, die Abendveranstaltungen fortzuführen. Genau so GOD.TV! Das normale Abendprogramm wurde gestrichen und die Gottesdienste wurden täglich live übertragen. So sassen wir nun in Italien und sahen was in Florida geschah. Selbst durch das Fernsehen konnten wir das intensive Wirken des Geistes spüren und empfangen. Inzwischen war der Saal der Gemeinde mit 700 Plätzen zu klein geworden. Aus dem ganzen Land, und inzwischen auch aus anderen Nationen der Welt kommen immer mehr Besuscher, die von der Erweckung gehört hatten. Die Versammlungen fanden nun in einer Gemeinde mit 3000 Plätzen statt. Bis morgens um 3:00 Uhr sassen wir auf dem Sofa in Italien und wurden berührt von der Kraft Gottes. Wir weinten, lachten und beteten mit. Nachdem wir zwei Nächte vor dem Fernseher verbracht hatten wuchs ein Wunsch in unserem Herzen immer mehr – wie gerne würden wir in Florida selbst dabei sein bei dieser mächtigen Ausgiessung von Gottes Kraft.
Zurück in Deutschland – es war spät am Abend und meine Frau war schon im Bett – sass ich im Wohnzimmer und musste einen Augenblick innehalten und über viele Eindrücke nachdenken. Plötzlich stand meine Frau im Wohnzimmer. Sie war aufgewacht und wir begannen uns zu unterhalten. Sie hatte die Versammlungen in Florida ebenfalls von Deutschland aus verfolgt. Schon seit einiger Zeit, war Todd Bentley immer wieder ein grosser Segen und eine Quelle der Inspiration für sie gewesen. Während wir uns unterhielten spürten wir beide plötzlich, was wir kaum wagten auszusprechen: Wir müssen unbedingt nach Florida! Wir standen gerade inmitten der Vorbereitungen für unsere Pfingstkonferenz. In zwei Wochen war es soweit. Meine Frau sagte: „Wir müssen noch VOR der Pfingstkonferenz dorthin!” Mein Verstand begann zu rebellieren. Das ist unmöglich! Ich bin gerade erst aus Italien zurückgekommen. Wir haben so viel Arbeit die Konferenz vorzubereiten. Aber mein Herz sagte ganz laut „Ja” zum Vorschlag meiner Frau. Es war das Verrückteste was wir je in unserem Leben getan haben. In Windeseile versuchten wir alles Nötige zu organisieren und dann buchten wir am Dienstagabend um 19:30 Uhr unsere Tickets für einen Flug, der uns schon am nächsten Morgen um 11:10 Uhr nach Florida bringen würde. Als wir am Check-In Schalter am Flughafen standen, waren unsere Namen noch nicht mal auf der Liste im Computer, so kurzfristig war unsere Entscheidung. Wir wussten nicht wo wir übernachten werden, aber wir wussten: Wir müssen nach Lakeland.
So kamen wir am Mittwoch Abend auf dem Flughafen in Tampa an. Wir mieteten einen Wagen und fuhren nach Lakeland. Schliesslich fanden wir das Lakeland Civic Center in dem inzwischen die Versammlungen abgehalten wurden. Auch die Gemeinde mit 3000 Sitzplätzen war nämlich schon zu klein geworden. Als wir in die Halle kamen spürten wir schon die Kraft Gottes. Wir kamen gerade noch rechtzeitig, zum letzten Lied der Anbetungszeit. Dann begann Todd zu dienen. Es war eine Freude zu beobachten, wie er einfach mit dem Heiligen Geist floss. Es gab kein Programm, nichts war geplant. Religion ist immer vorhersehbar, doch nicht so die Bewegung des Geistes. Plötzlich rief Todd einen Pastor aus Neuseeland nach vorne. Er hatte im Ferbruar in Australien über Todd Bentley prophezeit, dass er eine Heilungserweckung in Florida auslösen würde. Nun war er selbst aus Neuseeland eingeflogen um dabei zu sein. Gott gab ihm ein frisches Wort bezüglich dieser Ausgiessung des Geistes. „Alle Bewegungen und Salbungen des letzten Jahrhunderts werden in dieser Erweckung neu ausgegossen. Die Pfingstbewegung am Anfang des letzten Jahrhunderts, die grosse Heilungserweckung in den fünfziger Jahren, die Jesus-People Bewegung in den Siebzigern – und viele andere Bewegungen des Geistes – Gott nimmt sie und giesst sie hier und heute neu über seiner Gemeinde aus.” Immer und immer wieder hörten wir an diesem Abend das Wort „now”. Jetzt ist die Zeit! Jetzt erfüllt es sich! Jetzt ist es da! Unser Herz hüpfte! Genau das war das Thema, das der Herr uns für unsere Pfingstkonferenz gegeben hatte. Wir hatten diese Zusage Gottes empfangen, dass Gott das Erbe unserer Väter nehmen wird, und zusammen mit seinem momentanen Wirken und den „Kräften des zukünftigen Zeitalters” im „NOW” vereint. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft kommen zusammen – in uns! (www.pfingst-konferenz.de ) Nun hörten wir die Worte der Bestätigung in Florida, kaum angekommen und noch ganz geschafft von dem langen Flug der hinter uns lag. Doch mit einem Mal waren wir hellwach!
Dann erzählte Todd von einer Vision, die er vor einiger Zeit selbst hatte. Er war plötzlich im Himmel in einem riesigen Stadion. Die Ränge waren angefüllt mit tausenden von Engeln. Sie sahen selbst wie Athleten aus. Spannung lag in der Luft. Plötzlich, so erzählte Todd, war der Ball in seiner Hand. Alle Augen waren auf ihn gerichtet. „Warum ich?”, schrie alles in ihm. „Warum bekomme ich den Ball? Ich war doch nie gut im Sport? Jemand anders sollte den Ball bekommen!”. Mit einem Mal standen alle Engel im Stadion von Ihren Plätzen auf und begannen zu rufen: „Go church, go! Go church, go! Go church, go!”. Durch diese Vision wurde es klar was Gott tut. Es geht nicht um Todd Bentley. Es geht nicht um eine Gemeinde, einen gesalbten Mann oder einen Superstar. Es ist eine Salbung, die über den ganzen Leib Jesu ausgegossen wird. Die Engel feuern die Gemeinde an. Es ist Zeit! Jetzt geschieht es. Genau wie Gott am Anfang dieses Jahres zu uns sprach und sagte: „2008 wird ein Jahr der Erfüllung werden!”
Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im Foyer der Ignited Church. Drinnen ist der Gottesdienst in vollem Gang. Mit einem Ohr höre ich die Predigt aus dem Lautsprecher an der Decke. Mit dem anderen Ohr bekomme ich mit wie eine Frau neben mir mit einer Bekannten telefoniert: „Das ist stärker als alles was ich je erlebt hatte! Und ich war schon in Versammlungen von Kathrin Kuhlmann. Das hier ist ganz ähnlich wie dort. Die selben kreativen Wunder beginnen zu geschehen.”
Am zweiten Abend im Lakeland Civic Center geschehen wieder gewaltige Dinge. An beiden Seiten der Bühne bilden sich Schlangen von Geheilten, die Zeugnis geben wollen von dem was sie gerade während dem Gebet erlebten. Todd legt niemandem die Hände auf für Heilung. Er hört und sieht was der Heilige Geist tut und ruft es laut und kühn über das Mikrophon aus. „Gott heilt gerade Tumore. Oben rechts auf der Empore ist eine Frau, die einen Autounfall hatte. Gott heilt die Schmerzen die du seither in deinem Rücken hast. Arthritis wird gerade geheilt. Jemand braucht ein neues Herz. Gott gibt dir gerade ein neues Herz!” Einen ganze Zeit lang geht es so weiter. Heilungen werden ausgerufen und die Kraft Gottes schwappt über die ganze Halle. Und nun stehen sie vor der Bühne. Einer nach dem Andern erzählt wie Gott ihn geheilt hat. Es ist eine richtige Freude zu sehen, wie Todd Bentley sich selbst kindlich über jedes Zeugnis von Heilung freut, das er hört. Man kann Gottes Erbarmen für die Kranken und Leidenden in seinem Herzen förmlich spüren. Krücken, Gehwagen und Rollstühle werden gebracht. Die Geheilten brauchen sie nicht mehr. Jubel schwappt durch die Menge. Immer und immer wieder. Es ist überwältigend. Doch es ist erst der Anfang.
Dann wird es angekündigt: „Ab morgen Abend werden wir im Stadion sein!”. Das Joker Marchant Stadium in Lakeland fasst 12.000 Leute. Normalerweise trainieren hier die Detroit Tigers, eine bekannte Baseball Mannschaft in den USA. Was hier geschieht ist historisch! Es ist Erfüllung von Prophetie. Als wir am nächsten Abend im Stadion ankommen ist es bereits gefüllt. Wir finden nur noch ganz rechts aussen am Rand der Tribüne einen Platz. Die Anbetung beginnt, die Menge jubelt dem König Jesus zu. Begeisterung macht sich breit. Es ist etwas ungewohnt, unter freiem Himmel zu sein. Die Bühne ist ca. hundert Meter von uns entfernt. Doch der Lopreis und die Anbetung und die Herrlichkeit Gottes erfüllen das Stadion. Schliesslich beginnt Todd Bentley eine Prophetie vorzulesen, die William Branham kurz vor seinem Tod gegeben hatte. William Branham hatte einen der stärksten Heilungsdienste die die Welt je gesehen hat. Er wirkte während der Zeit der grossen „Voice of Healing” Erweckung in den USA in den späten 40er und 50er Jahren des leztzten Jahrhunderts zusammen mit Oral Roberts, A. A. Allen, Jack Coe, Gordon Lindsay und vielen anderen. Sechs Wochen vor seinem Tod sprach er mit einem Reporter und in den Worten dieses Interviews begann er prophetisch Dinge über die Zukunft auszusprechen. Er sagte voraus, dass die damalige Heilungserweckung zum Ende kommen wird. Doch es würde eine Zeit kommen, in der eine neue Heilungserweckung kommen werde. Diese Erweckung, so Branham, wird so viele Menschen anziehen, dass kein Gemeindegebäude, keine Halle und kein Auditorium mehr ausreichen wird um die Menschenmassen aufzufangen. Der einzige Ort, an dem dies noch möglich sein wird, sind die Stadien. In dieser Zeit, so sagte William Branham, wird man niemandem mehr die Hände auflegen können, sondern man wird einfach das Wort proklamieren und die Kranken werden geheilt. Voller Begeisterung rief Todd Bentley aus, dass diese Zeit nun angebrochen sei: „Wir erleben gerade wie Gott Geschichte schreibt”.
Mitten in der Veranstaltung sehen wir plötzlich wie Todd mit seinem Handy telefoniert. Dann nimmt er das Mikrophon und verkündet laut: „Claudio Freizon aus Argentinien ist am Telefon. Er ist zur Zeit gerade in Spanien und hat mitbekommen was hier geschieht. Er ruft an und bittet um Gebet. Er möchte die Salbung auch haben die hier ausgegossen wird!” Jubel erfüllt das Stadion. Alle Anwesenden beten dafür, dass die Kraft Gottes auf diesen Mann Gottes fällt. Welch eine demütige Haltung eines grossen Mannes Gottes: Überhaupt erleben wir hier immer wieder, wie diese Bewegung den ganzen Leib Jesu umfasst. Besucher aus der ganzen Welt, insbesondere namhafte Leiter des Reiches Gottes kommen zu den Veranstaltungen und wollen dabei sein und empfangen was Gott hier gerade tut. Immer wieder betont Todd, wie gereifte Leiter und prophetische Diener Gottes ihm als Mentoren und Berater zur Seite stehen.
Manchmal habe ich scherzhaft bemerkt, dass man diese Ausgiessung auch als „Handy-Erweckung” bezeichnen könnte. Immer wieder rufen Menschen während den Gottesdiensten ihre Verwandten und Bekannten an um sie über das Telefon teilhaben zu lassen an den Wundern. Es wurden bereits einige Heilungen bezeugt, die so über das Handy geschahen. Der Gebrauch vieler moderener Massenmedien ist eines der Kennzeichen dieses geistlichen Aufbruchs. Nicht nur durch die tägliche Übertragung im Fernsehen, sondern auch durch verschiedene Internet-Streams können Menschen in allen Teilen der Welt dabei sein und werden von der Kraft Gottes berührt. Immer wieder hören wir Zeugnisse von Leuten, die durch die Medien geheilt wurden und dann einige Tage später nach Florida reisten, um selbst live dabei zu sein. Nur durch die Medien ist es möglich, dass die Botschaft von dieser Ausgiesssung des Heiligen Geistes sich so schnell rund um den Globus verbreitet.
Inzwischen ist unser vierter Abend hier bei der “Florida Healing Revival” angebrochen. Das Joker Marchant Stadium brodelt. Es sind wieder ca. 10.000 Menschen versammelt, die die Ausgiessung der Kraft Gottes miterleben wollen. Obwohl unter freiem Himmel, obwohl die Lobpreisband weit entfernt von den Menschen auf dem Baseball-Spielfeld steht, obwohl ein geschäftiges Treiben herrscht – ist die Gegenwart Gottes in der Anbetung überall zu spüren. Jeden Abend – so empfanden wir – steigert sich die Intensität des Wirkens Gottes. Alle sprechen davon, dass dies erst der Anfang sein wird. Eine weltweite Erweckung und Ausgiessung von Heilungen und Zeichen und Wundern wird kommen. Und wirklich, an diesem Abend beginnen ungewöhnliche Dinge zu geschehen. Während Menschen vorne Zeugnis geben, dreht Todd Bentley sich plötzlich um und sagt: “Ich sehe eine Frau mit einer verformten Hüfte. Du brauchst eine komplett neue Hüfte. Jesus heilt dich jetzt!”. Plötzlich laute Schreie links unter uns auf der Tribüne. Eine Frau fasst mit ihren Händen an den Kopf und zittert unter der Kraft Gottes. Sie schreit, und alle um sie herumg beginnen begeistert zu jubeln. Dann rennt sie nach vorne. Noch ein bisschen wackelig, hinkend, aber voller Glaube und Freude. Sie gibt Zeugnis, dass die Kraft Gottes ihren Körper durchfuhr, als Todd die Heilung proklamierte. Sie spürt wie Gott ihre Hüfte heilt. Der Schmerz geht und sie kann gehen. Todd legt ihr die Hände auf und sie fällt auf die Bühne unter der Kraft Gottes.
Während weiterhin Zeugnisse von Heilungen gegeben werden, beginnt Todd plötzlich zu den vielen Rollstuhlfahrern zu sprechen, die alle einen besonderen Platz vor der Tribüne am Rand des Spielfelds bekommen haben. “Es ist genug Kraft hier, dass du aus deinem Rollstuhl aufstehst!”, ruft er ihnen zu, “wenn Du nur deine Mentalität überwinden kannst, die durch diesen Rollstuhl in Dir entstanden ist. Steh auf, tu etwas was du nie tun konntest.” Kühnheit und Glaube manifestieren sich durch seine Worte. Die Luft vibriert von der Gegenwart Gottes. Plötzlich wieder laute Schreie. Vorne links vor der Tribüne bildet sich eine Traube von Menschen. Von unserem Platz aus ist es nur schwer zu erkennen, aber schliesslich können wir es sehen. Es ist ein kleiner Junge! Seine Eltern stützen ihn und er geht schwach und wackelig. Seine Bewegungen sind spastisch. Erst fragt man sich: “Ist er wirklich geheilt?”
Nach einigen Minuten kommt er auf der Bühne an. Er gibt Zeugnis. Von Geburt an leidet er unter Cerebrallähmung. Er ist noch nie in seinem Leben auf eigenen Füssen gestanden. Er redet unverständlich, langsam doch voller Begeisterung und Feuer: “Als Todd sprach spürte ich die Kraft Gottes überall in meinem Körper. Ich musste aufstehen. Ich habe immer von diesem Tag geträumt. Es war mein grösster Traum, einmal mit meinen eigenen Beinen gehen zu können!” Tränen schiessen in unsere Augen, während wir seinen Worten zuhören. Haben wir noch Augen für das unsägliche Leid vieler Menschen um uns herum, die von Krankheit geplagt und geknechtet sind? Haben wir uns daran gewöhnt und sind zur Tagesordnung übergegangen? Jesus war voller Mitgefühl und Erbarmen. Überall im Stadion kann man dieses Erbarmen spüren. Am nächsten Abend kommt er Junge wieder auf die Bühne. Auch dieses Mal gestützt von seinen Eltern. Sie bezeugen, dass die Heilung weitergeht, dass ihr Junge immer stärker und gesünder wird. Diese Heilung scheint nicht spontan, sondern ein Prozess zu sein.
Noch ein paar mal hören wir die begeisternden Schreie der Menschen im Joker Marchant Stadium an diesem Abend. Insgesamt stehen 8 Leute aus dem Rollstuhl auf. Es ist unfassbar und doch herzergreifend. Fast wie die Träumenden erleben wir mit, wie die Sehnsucht unseres Herzens sich vor unseren eigenene Augen erfüllt. Wir sehen eine Ausgiessung der Herrlichkeit Gottes, wie wir sie bisher noch nie erlebt haben.
Wie bereits gesagt: in dieser Erweckung geht es nicht um einen Superstar, es geht nicht um einen einzelnen Mann den Gott stark gebraucht. Es ist eine Erweckung, die bereits weltweie Kreise zieht. Todd selbst sagt es immer wieder: “Diese Salbung ist höchst ansteckend und übertragbar.” So betet er am Ende des Abends für alle vollzeitlichen Pastoren. Hunderte davon sind anwesend und stellen sich in einer Reihe rund um das Spielfeld im Stadion auf, während Todd vorbei geht und allen die Hände auflegt.
Es ist eine bewegende und intensive Zeit für uns. Wir wünschen und sehen, nein wir glauben, dass die selben Dinge bei uns in Deutschladn beginnen zu geschehen. Es ist der selbe Geist Gottes, der in uns lebt und es ist die Zeit, in der die ganze Gemeinde aufsteht. Während wir uns in unsere letzen Nacht hier in Florida zur Ruhe legen um fit und munter zu sein für unseren Heimflug am nächsten morgen, scheint es fast, als ob der Ruf der Engel noch in unseren Ohren erklingt: „Go church, go! Go church, go! Go church, go!”
Quelle: http://fcg-hanau.no-ip.org/index.php?option=com_content&task=view&id=145&Itemid=1 oder auch bei Storch nachzulesen.
Irgendwie gehöre ich wohl durch meine baptistische Vergangenheit (+ Gegenwart!
) nicht zu den Gemütern, die auf jeden fahrenden Zug aufspringen müssen, ohne ein wenig genauer nachzuschauen, wo die Reise hingeht. Oder anders ausgedrückt: Ich bin ein langweiliger Typ, der, anstelle Gottes Wirken einfach anzunehmen, wo auch immer er weht, kritisch herumzudrucksen und Fehler zu suchen.
Nun, sucht euch am besten etwas dazwischen aus. Was auch immer es war, so lähmte es mich doch im Hauskreis freudigst davon zu berichten, als die Sprache auf die Erweckungsbewegung in Florida fiel. (Vielleicht auch, weil ich direkt davor auf Benny Hinn angesprochen wurde)
In den nächsten Wochen und Monaten verfolgte ich das Phänomen “Todd Bentley” weiter, denn längst ging es nicht mehr um Florida, das Stadion das angemietet wurde, die Mitarbeiter oder ein Netzwerk, was hinter der Arbeit steht, sondern nur noch um diesen Mann. Auch wenn dies immer wieder geleugnet wird, so wird mit “Todd’s School” geworben oder auf God.TV prangern Banner mit seinem Gesicht und laden ein, die Übertragungen anzuschauen, die live und recorded in alle Welt übertragen wird.
Dabei ganz nebenbei eine zum Nebensatzeinleitewort passende Nebenbemerkung: Das Gute am Web 2.0 und die dazu gehörenden Blogs sind die Informationen, die einem in einer breiteren Masse zugänglich gemacht werden. Woher kriegt man sonst so schön ungeprüfte Informationen, wie: “Der Sender (God.TV) bezifferte die Zahl der Zuschauer auf bis zu 200.000 pro Woche. Bentleys eigene Homepage zählte monatlich etwa acht Millionen Besucher.” Genial, oder?!
Zurück zu Todd: Nachdem sich der Hype um ihn verschärfte und Scharen (Was sage ich: Mengen, Mobs, ganze Bevölkerungsschichten!) zu ihm nach Florida pilgerten, traten Informationen auf, die doch etwas beunruhigend waren. So berichteten einige vloger von komischen Heilungsmethoden der Galeonsfigur der neo-charistmatischen Szene der USA. Von den Predigtinhalten ganz zu schweigen: So ruft Todd Bentley die Leute dazu auf, “Engel” vom Himmel herabzubitten. Ne, … falsches Wort. Zu verlangen. Zu beordnern. Die dienstbaren Geister sollen die Erweckung in alle Welt hinaustragen, aber erstmal uns Heiligen und uns den “Durchbruch” geben.
Mir machte das ehrlich gesagt Angst. Und diese Art der Rhetorik und … ich sage es ganz offen: Manipulation hätte ich nicht erwartet. Ich weiß nicht, warum soetwas immer und immer wieder gemacht werden muss. Ich dachte gleich an Marjoe Gortner der auch von sovielen Leuten bejubelt wurde…
Wenn nur die Popularität eines Menschen seine “Heiligkeit” (mir fiel kein besseres Wort für “Das tun, was Jesus möchte und den Menschen durch sein Leben und seine Predigt verklickern können”) beziffern würde, dann wäre ja Benny “Touch” Hinn und Joel “Sunshine” Osteen wirklich nahe an Petrus und Paulus dran und Paul Washer der letzte Arsch der Nation, der nichtmal Demas genannt werden dürfte.
Ich kann das wirklich alles nicht mehr hören. Es stimmt, dass sich an Todd Bentley die Geister scheiden, aber als heute auch noch auf idea.de die Meldung prangerte, er und seine Frau hätten sich getrennt, da war mir das zuviel. Jetzt wird die zu erwartende Schlammschlacht der progressiven Christen in den digitalen Flugblättern nicht mehr abzuwenden sein. Ach, was freu ich mich schon drauf… -_-
Weitere Information und Kommentare auf einer kritischen Stellungnahme.
Für diejenigen, die noch nicht genug bekommen haben, ein bisschen Werbung for “The Best of Florida Outpouring!” – kostet auch garnicht soviel. Und vielleicht legen sie ja noch eine Todd Bentley Plastikfigur mit beweglichem Bein drauf, mit dem man dann anderen ins Gesicht treten kann. Ich fühle mich jedenfalls von der ganzen Geschichte mehr als auf den Schlipps getreten.
August Wochen
This is the Life:
Nach ein paar ausgiebigen Ausschlafrunden in SüdTirol, wo meine Eltern seit September letzten Jahres leben, landete ich wieder glücklich in Gießen. Die Zeit direkt nach den Klausuren war echt heftig, da Schlaf dringend vonnöten und unabdingbar in meinen zuhause gelassenen Terminkalender vorgeschrieben war. Da meine Mutter gerade eine KSA (Kurz-Seelsorge-Ausbildung) in Solingen macht, durfte ich die Woche zusammen mit meinem Vater verbringen. WIr hatten fast jeden Abend tolle Gespräche über Theologie und/oder Gemeinde, die mich herausgefordert haben. Dazu baldigst mehr.
Hier in Gießen durfte ich meinen Geburtstag feiern. Yuchu! Für alle die es noch nicht wissen: Morgen, am 15.08. um 20:00 hier in meiner Butze eine Party. Kommt alle
Da mit von der lieben Inge und dem lieben Nico (http://www.better-think.de) eine Friteuse geschenkt wurde ( Danke !!) wird es daher zur Party und die kommenden Wochen hauptsächlich Pommes mit Mayo+Ketchup geben. Kilo-weise. Mjam. (Über die Theologie der Kartoffel ein andermal mehr – es sei gesagt, dass die Friteuse nach einem Kaltzonenprinzip funktioniert. Nun, wenn das mal keine Parallele auf unsere Freikirchen bietet!)
Jetzt werde ich mit Inge den neuen Aldi bei uns um die Ecke auskundtschaften und wünsche euch einen wundervollen Tag. Über die Theologischen Fragen der letzten Woche uns das Buch “Spiritual Depression: Its Causes and Cure” von Lloyd-Jones und “Sex.Gott: Worum es eigentlich geht” von Rob Bell werde ich demnächst schreiben. Gott segne euch.
Hauptamtliche vor!
PAUL WASHER : A CHALLENGE FOR PASTORS
Seit einigen Monaten mache ich mir Gedanken über die “Kriterien für den hauptamtlichen leitendenden Dienst im Reich Gottes, insb. der Gemeindeleitung als Pastor”. Ich werd da einfach aus den Listen bei Titus und Timotheus nicht schlau, – was heißt das jetzt genau? Wo ist die hermeneutische Grenze zu ziehen – bei den “Schwächsten”, oder bei den “Stärksten”, oder bei den Ältesten, oder doch lieber bei mir persönlich? Wenn 9 von 10 Pastoren regelmäßig (was auch immer das heißt) sich “pornographisches Material” reinziehen (was auch immer das heißt), dann fallen sie da scheinbar nicht aus dem Raster – aber wenn jemand cholerisch ist und die Ältestens oder die kleine liebe alte Witwe zusammenscheisst, dann schon?! (more…)
Führ mich ans Licht
Xavier Naidoo – Führ Mich Ans Licht
Was braucht ein Mann zum Glücklich sein? Konfuzius sagt: “Essen und Beischlaf, das sind die Begehren eines Mannes.” Das mag sein. Okay, anders gefragt: “Was braucht ein CHRISTLICHER Mann zum Glücklich sein?”
Schwierige Frage… die nächsten Tage gibt es vielleicht eine Antwort (haha).
I need more P A S S I O N
My Jesus by Todd Agnew
Ich wünsch mir, gerade in den letzten Wochen im 2. Semester hier an der FTA, eindeutig viel mehr Leidenschaft für Jesus. Gott selbst schmeißt die Routine bei mir um, indem Probleme/Situationen und Menschen das Leben bestimmen. Zumindest gibt es da auf einmal so viele andere Stimmen in meinem Leben, dass ich garnicht weiß, wo es gerade langgehen soll.
Die Klausurphase ist normal angelaufen. Die letzten Tage war ich eigentlich nur in der FTA, zwischenzeitlich beim Training (um den Kopf freizukriegen), aber immer sind die Klausuren und Probleme des Lebens vor Augen. Da ist es doch normal (für ein Kind Gottes) aufzuschauen und seine Sorgen auf den zu werfen, der sagt, dass er für uns da ist!
Derweil will ich jedoch nicht vergessen, was wirklich dran ist. Das “ach-so-wichtige-Leben”, wie wir es alle erfahren, soll mich nicht davon abhalten mein ganzes Leben Jesus zu geben. Ich möchte nicht total fertig aus diesem Monat der Arbeit rausgehen, – sondern gestärkt (und) in Gottes Kraft!
Wie das wohl klappen wird? Habe gestern mit Matthias Krammel, einem Deutschen, der gerade in Tokyo Theologie studiert, gechattet und wir hatten eine recht lustige Unterhaltung. Er erzählte mir von Dr. Hannes Wiher, einem Missionar aus Afrika, der sich sehr gut mit Schamkulturen auskennt und daher auch einen guten Blick für Japan hat. Sein Buch Shame and Guilt steht auch bei uns in der Bib und ist, ich habe mal reingeschaut, lustig mit dem Vorwort beschrieben, dass viele Inhalte dem ehem. Lehrer von Hiher, Dr. Klaus W. Müller, zu verdanken sei. Hihi, das lustige war, dass unsere Unterhaltung während “Einführung in die Missionswissenschaften” bei eben diesem Mann war! (Man siehe, dass Internet während der Vorlesung auch sinnvoll genutzt werden kann! So ist Kommunikation über die angesprochenen Themen möglich
)
Werde mir jetzt das Buch echt mal reinziehen müssen, auch in Gedanken über das vorhin angesprochene Thema.Es gäbe viel zu sagen, aber das muss warten
Habt eine gute Zeit!
Ein kurzer Gedanke
Sitz gerade in Fundamentaltheologie bei Dr. Armin Buchholz. Komm nicht ganz klar. Hier meine Fragestellung:
Unsere Gesellschaft entwickelt sich zu einem pluralistischen (Teil der Postmoderne?) Verständnis über Gott.
Das ist doch in letzter Konsequenz unlogisch, wie ich folgend feststelle:
Es ist nicht vernünftig von der Sache her geschlussfolgert, wenn man davon ausgeht, dass z.B. der Glaube an Buddha mit dem an Jesus vereinbart werden kann.
Wenn Paulus nun “logisch” (d.h. der Gültigkeit von Argumenten hinsichtlich ihrer Struktur und unabhängig vom konkreten Inhalt der Aussage betreffend) in 1. Korinther 15,12-19 argumentiert, so entspricht er einem typisch griechisch geprägten “Denken”. In Japan bspw. ist es normal, wenn Leute an Jesus und an Buddha glauben, obwohl sie die Selbstansprüche der beiden Religionen (intellektuell) verstehen.Japan ist uns in Facetten der Postmoderne, nach meinem subjektiven, unwissenschaftlichen Verständnis, um Jahrzehnte voraus. Ich möchte die Tendenzen wahrnehmen, die gerade bei “unseren” Jugendlichen die Vorstellungen prägen. Da man Gott nicht verifizierbar oder falsifizierbar vorstellen kann, muss ein Weg zur Kommunikation gewählt werden, die den Menschen in ihrer Kultur deutlich macht, was und wer Gott ist, bzw. eben nicht sein kann.
Geht es in unserer Gesellschaft darum, dass nur unterschiedliche Vorstellungen und Prämissen vorherrschen, die dem Christentum widersprechen, oder wird einfach unlogisch gedacht, wenn pluralistisch Religion betrieben wird.Kurz und gut: Ist der Pluralismus logisch? Wird Europa in der Entwicklung der Postmoderne immer pluralistisch? Und daraus: Wird die Logik in den kommenden Jahren an Bedeutung in der Evangelisation verlieren?


























































