Born to die
Allzulange habe ich es schon versäumt hier etwas zu schreiben: Da hatte mir die gemütliche Weihnachtszeit, das überreiche Essen meiner Mutter (ihr habt schonmal von den ausgelassenen Mahlzeiten am Hofe des Herodes gehört? Gut…) und die weihnachtliche Dudeldei doch arg mitgespielt, so dass ich hier nichtmal einen Weihnachtsgruß los geworden bin.
Hier in Alto Adige, oder Süd-Tirol, wie der Deutsche zu sagen pflegt, freue ich mich an der Gemeinschaft mit meiner Family und der kleinen aber engagierten Gemeinde, die unbeachtet und verständnislos von der katholischen Kirche als “Sekte” abgestempelt wird. Die “evangelischen” Christen haben es hier echt schwer, inbesondere die Jugendlichen, die an ihren Händen die Christen in ihrem Altern abzählen können. Erst 50-80km entfernt gibt es dann die nächste Gemeinde, wo andere Jugendliche sind, – gerade im Winter kein Spaß, wie ihr euch vorstellen könnt.
Jedesmal wenn ich hier bin und sehe, wie wenig Möglichkeiten es für die Leute in meinem Altern gibt, bin ich – trotz Hebräisch und depressiven Bildern im Plenarsaal – echt froh, an der FTH zu studieren und dort viele gute Sachen über und mit Jesus zu lernen.
Von Daniels Blog habe ich dieses echt klasse Lied, von Flyleaf.
A frightened virgin teenage girl
Receives a message that defies the laws of this world
All she can do is weep and nod
She’s to bring into this world the Son of God
God’s angels sound their trumpets
And blow their horns
Tonight the long awaited savior is to be born
The goodness bound by Satan it has been torn
With this baby’s precious brow ready for thorns
A star appears fufilling ancient prophecy
There’s an ounce of fear as wise men follow faithfully
The Virgin Mary brings forth the human savior
And this future king sleeps soundly in the manger
Soundly in the manger
Tonight He is born so one day He can die
To heal hearts that are torn and live the perfect life
So He hang upon a cross and we can take His life
So we can live as sinners
And He can pay the price
Tonight He is born so one day he can die
But He will rise again
And blow their horns
Tonight the long awaited savior is to be born
The goodness bound by Satan it has been torn
With this baby’s precious brow ready for thorns
There’s an ounce of fear as wise men follow faithfully
The Virgin Mary brings forth the human savior
And this future king sleeps soundly in the manger
Soundly in the manger
To heal hearts that are torn and live the perfect life
So He hang upon a cross and we can take His life
So we can live as sinners
And He can pay the price
Tonight He is born so one day he can die
But He will rise again
Ach, das ist doch echt ne geniale Message! Mein Vater verwandte heute in der Weihnachtspredigt (am 24. feiert man in Südtirol nur eine kleine Christvesper) ein Beispiel zur Verdeutlichung von der Heilstat Jesu. So war er neulich mit meiner Mum und einem befreundeten Ehepaar aus der Gemeinde Pizza essen. Sein Kollege verschwand kurz, nach dem Essen der Pizza und mein Dad dachte: “Er geht wahrscheinlich kurz auf die Toilette”. Nachdem dieser nun wieder am Tisch saß und es langsam Zeit wurde zu gehen, machte mein Vater den Vorschlag den Kellner zu rufen, um zu bezahlen. Der Freund erwiderte nur: “I hab scho g’zahlt.” Folgende Punkte seien aus dieser Begegnung, im Vergleich zur Erlösungstat Christi zu lernen:
- Der Freund hatte bezahlt, ohne dass mein Vater etwas davon wusste! Auch wenn Jesus schon vor 2000 Jahren am Kreuz gestorben ist, so gilt dies doch immer noch heute. Der Freund hatte schon das Essen bezahlt, da lebte mein Dad noch im Glauben, die Rechnung käme noch.
- Es gilt “Danke” zu sagen, so wie man das eben tut, wenn man eingeladen ist. Nicht sollte man sagen (oder dabei stehen bleiben): “Ach, das wäre doch nicht nötig gewesen…”, sondern einfach “Danke!” und sich dann mitfreuen.
- Mein Dad musste, nachdem er erfahren hat, dass die Pizza bereits in der Vergangenheit bezahlt wurde, auch in der Gegenwart entsprechend leben. Normalerweise wäre er niemals aus dem Resteraunt gegangen, ohne vorher bei dem Kellner zu bezahlen oder aber er hätte ein sehr schlechtes Gewissen und würde im Inneren darauf warten, dass hinter ihm gerufen würde: “HALT! Sie haben ja noch garnicht bezahlt!” Wenn er aber fest darauf vertraut, dass der Freund wirklich die Wahrheit gesagt hat, dann kann (und soll) er jetzt frohen Mutes aus dem Resteraunt gehen, ohne dabei zu fürchten oder insgeheim noch Scheine zu zählen oder derart.
Ich fand dieses Beispiel wirklich gut und auch nachdenkenswert. Insbesondere, weil ich hier auch gerade mit meinen Eltern richtig lecker Pizza essen war (tja, am besten schmeckt sie halt wirklich in Italien!) und das daher sehr gut nachvollziehen kann. Das mit der Gnade kann ich aber noch wirklich nich so ganz nachvollziehen, wie mich Jesus einfach so lieben kann, trotz meiner Schuld. Dazu vielleicht ein andermal eine andere Geschichte, die (auch mir) dies genauer erläutert.
Nun, ich freu mich, viele von euch im “Jänner” bald wieder zu sehen, bis dahin wünsche ich euch alles Gute und Gottes Segen!
Bis bald!









