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Von der Unmöglichkeit eines Theologiestudiums

Wie kommt man eigentlich dazu, Theologie zu studieren? In den letzten Monaten habe ich mich gefragt, was wohl gelaufen wäre, wenn ich nicht an die FTA (*räusper* FTH) gekommen wäre. Nun, das einzige, wo man viel labern muss und kein Mathe für braucht, wäre wohl Jura gewesen. Und dann? Selbst Martin Luther hat einmal prophezeit: “Es wird der Tag kommen, da die Juristen das Evangelium Christi predigen werden!” So hätte mir auch dieser Ausweg wohl nichts genützt um der schweren Bürde zu entkommen, den Menschen von Jesus zu erzählen.

Schwere Bürde? Oh ja! Am vergangenen Samstag war ich mit Herrn Dr. Walldorf, unserem Missiologen von der FTH, in Haiger. Haiger? Ja! Haiger, – die Metropole des evangelikalen Wachstums in Deutschland, der Nabel der Welt, die 6 Buchstaben, die Fortschritt, Urbanisierung und weltoffene soziale Gemeinschaft bedeuten… naja, eigentlich ist es ein unbedeutendes Kaff irgendwo im Hinterland. Aber so ist es ja immer: Trifft man sich zur Mission in Hamburg, kommen 30 Leute. Trifft man sich in Haiger, 300. :’-(

Diesmal waren wir zwar nicht soviele, es waren schätzungsweise nur 150 Personen anwesend, zur Hälfte Teens, zur anderen Mitarbeiter der Missionsgesellschaften und Werke – aber trotzdem eine ganz nette Atmosphäre. Super war’s, dass ich Nathanael und Christian, meine WG-in-Japan-(Über)-Lebens-Gefährten *grins* wiedersehen konnte! Nathanael ist jetzt auf der Bibelschule Wiedenest, Chris studiert am TSE Theologie. Wir haben zusammen Nissin Cup Noodle geschlürft und die Japan-Connection mal wieder so richtig aufleben lassen!

Das Programm hingegen war etwas dürftig. Ich hatte Gelegenheit mit Siegfried Schnabel zu sprechen, der sowohl als Pastor, Missionar und jetzt Missionsleiter der Neukirchener Missionsgesellschaft, etwas über die Einbindung der Gemeinde in den Missionsdienst zu berichten wusste. Einigen dürfte er durch seinen Bruder, Eckhard Schnabel, bekannt sein, der ja auch an der FTA lange Jahre gedient hat (und dessen Bücher wir als Pflichtlektüre lesen müssen…)

So spannt sich der Bogen zur “schweren Bürde”. Viele begeisterte Teens, bzw. Jugendliche habe ich in Haiger nicht getroffen. Die Gespräche die ich am Stand der FTH führen durfte, waren eher… anders. Ich habe mich ernstlich gefragt, ob die Durchführung von ein paar Lobpreis-Liedern (sofern man sie so nennen mag), dazu mit einer feurigen (polemischen?) Predigt über die kulturellen Vorzüge des Christentums, gekrönt von einem Aufruf, sein Leben als hingegebenes Opfer Gott zu weihen, … na, ob das was bringt? Ich möchte mich jetzt aber hier nicht nur negativ darüber äußern,  -wer bin ich schon, dass ich so eine Arbeit kritisieren könnte?

Stattdessen sollte ich es doch selber mal ernst damit nehmen, in meinem christlichen Umfeld – ja, gerade da! – die Dringlichkeit der Mission noch mehr zu betonen und die Menschen zu mobilisieren. Und auch selbst zu gehen?

Je mehr ich lese und studiere, je deutlicher mir die Notwendig etwas zu TUN. Und nicht nur da zu sitzen, zu schreiben, zu lesen, zu lernen, … habe einen interessanten Beitrag auf einem Missionars-Blog gelesen, der sich über Homosexualität auslässt. Verlinkt mit den Worten “In fact, my position is pretty well summed up here” war folgender Beitrag: Real live Preacher. (Sagt ja schon einiges über die Einstellung aus…)

Genial fand ich aber seine Auflistung der unbeliebtesten Missionsorte weltweit, die ich hier schonmal gepostet habe. Das Blog lohnt sich zu lesen, um mal eine etwas andere Sicht über Missiologie und Gemeindebau in Japan zu gewinnen.

Dazu ein Youtube-Video von einem sehr heidnischen Typen, der aber in dieser Auswahl doch ganz recht hat: Wir haben wirklich viel viel zu tun. Packen wirs an? Und manche fragen: Können wir das denn?

Yes, we can!


One Response to “Von der Unmöglichkeit eines Theologiestudiums”

  1. nessenjel says:

    heftiges Video. Der Typ hat mal total recht. Genau so beten wir heute unbewusst das Vater Unser, also zumindest das Gros unser Gesellschaft…

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